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Hr. Zerfall ist offline Hr. Zerfall  
RE:
611 Beiträge - Haudegen


Hr. Zerfall`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von dahui

ich les momentan "Der Ekel" von Sartre...Irgendwie schon fast unheimlich, dass ich mich dabei ertappe ab und an ähnliche Gedankengänge wie der Protagonist zu haben. Sich über Steine den Kopf zu zerbrechen...oder Papierfetzen zu analysieren.
hat das noch wer gelesen?



Ich nicht... ich kenn nur nen gleichnahmigen Film von Roman Polanski...aber ich vermute das hat nix miteinandern zu tun oder?
Beitrag vom 27.07.2010 - 11:07
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riff raff ist offline riff raff  
"Diese Wut in uns"
1324 Beiträge - Besessen


riff raff`s alternatives Ego
"Diese Wut in uns"
von T. M. McNally
# ISBN-10: 3353009930
# ISBN-13: 978-3353009937

T.M. McNally, 1961 geboren, gehört zu jenen zahlreichen nordamerikanischen Jungschriftstellern, die ihr Handwerk an der Universität studiert haben. Diese literarische Nachwuchsförderung mithilfe von Creative Writing-Kursen hat schon so manche Überraschung hervorgebracht. T. M. McNally ist einer von ihnen und für seine Kurzgeschichtensammlung Low Flying Aircraft (1990) erhielt er einen der großen Literaturpreise Nordamerikas, den Flannery O`Connor Award.

Bereits in seinem ersten Roman "Diese Wut in uns" beschrieb T. M. McNally die Albträume eines beschränkten, provinziellen Lebens. Der Roman spielt an einem kleinen College in Phoenix, Arizona und umkreist die Verwirrung der Gefühle, die aus einer hoffnungsvollen Highschool-Jugend eine Schar von trübsinnigen Zweiflern und Skeptikern werden lässt.

Es ist ein Buch in der Tradition von "Die Verwirrungen des Zöglings Törless" (Musil) und "Der Fänger im Roggen" (Salinger), also die Geschichte über die geistigen Verwirrungrn junger Menschen an der Schwelle zum Erwachsenenleben. Allerdings sind die Protagonisten des Buches nicht nur Highschool-Schüler, sondern auch deren Eltern und Lehrer. Alle wissen (noch) nicht, wo denn ihr Platz im Leben ist. Zwar beginnt das Buch mit einem Selbstmord (und endet mit einem weiteren Verbrechen), aber die Motive dieser Täter interessieren McNally eher weniger, als die der Menschen in ihrem Umfeld, so der stupide Machismos der Männer und das Leiden der Opfer. Gut zu lesen und insbesondere durch eine teilweise unchronologische Erzählweise und abgebrochene Handlungsstränge interessant geschrieben/übersetzt.

"Sie sind siebzehn. Sie gehen auf die High School. Sie kollidieren mit der Welt, mit all ihren Ängsten, ihrer Unrast, ihrer Bereitschaft zur Gewalt und ihrer Sehnsucht nach Zärtlichkeit..."
Beitrag vom 27.07.2010 - 13:22
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koiboy ist offline koiboy  
224 Beiträge - Trippel-As


koiboy`s alternatives Ego
Nick Cave - Death Of Bunny Monroe

Erzählt wird die Geschichte vom notorischen "Rumficker" Bunny Monroe, der, bewaffnet mit seiner pomadigen Tolle und "ständig geladener Kanone" ständig irgendwelche Frauengeschichten anfängt, obwohl daheim eine depressive Frau und Sohn warten.

Als seine trotzdem über alles geliebte Frau schließlich Selbstmord begeht, steht er nun da und hat nicht den blassesten Schimmer, wie man eigentlich wirklich Vater für einen 9jährigen ist.


Lustig, traurig und allgemein sehr Cave'ig - wer seinen Sound mag, wird auch seine Schreibe mögen!
Beitrag vom 27.07.2010 - 15:34
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Hr. Zerfall ist offline Hr. Zerfall  
611 Beiträge - Haudegen


Hr. Zerfall`s alternatives Ego
Ah toll.. hab von Cave mal "Die Eselin sah den Engel" gelesen, das war schon ein echt gutes Buch! Wusste gar nich dass er noch ein Buch geschrieben hat! Klingt cool! Danke für den Tip!
Beitrag vom 27.07.2010 - 16:09
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Miss-Skorpion ist offline Miss-Skorpion  
130 Beiträge - Doppel-As


Miss-Skorpion`s alternatives Ego
Ich hab gereade "Leichenraub" von Tess Gerittsen ausgelesen.
Isn Besteseller aus diesem Jahr und sehr zu empfehlen.

Es gibt immer Zeitsprünge, zwischen der Gegenwart und 1830.
Eine Frau fand in ihrem Garten ein Skelett und forschte daraufhin in der Vergangenheit.
Also is echt Bombe.

Und vorher hab ich "Fossil" von Caitlin R. Kiernan gelesen.
Da geht es zwar um irgendwelche Monster in Hundeform, aber die Geschichte drum herum und die Schreibweise sind auch echt genial.
Beitrag vom 27.07.2010 - 18:09
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Wetti ist offline Wetti  
240 Beiträge - Trippel-As


Wetti`s alternatives Ego
John Burnside _ Die Spur des Teufels

Michael Gardiner lebt mit seiner Frau zurückgezogen am Rande des schottischen Küstenortes Coldhaven. Bis er eines Morgens in der Lokalzeitung liest, dass sich seine Jugendliebe Moira umgebracht und ihre beiden kleinen Söhne mit in den Tod genommen hat; nur ihre halbwüchsige Tochter Hazel ließ sie am Leben. Schlagartig sind bei Michael die Erinnerungen wieder da: an seine Eltern, beide Künstler, die auf der Suche nach Ruhe nach Coldhaven zogen und von den Einwohnern jahrelang tyrannisiert wurden; an Moiras Bruder Malcom, der ihn als Kind bis aufs Blut quälte; an Mrs. Collings, selber eine Außenseiterin in Coldhaven, die ihm damals riet, sich nicht alles gefallen zu lassen. Michael befolgte ihren Rat – und hütet seither ein düsteres Geheimnis. Doch Moiras Tod bringt nicht nur die Schatten der Vergangenheit zurück. Michael verfällt auch der Idee, Hazel sei seine Tochter. Er beginnt sie zu beobachten, lernt sie kennen und überredet sie schließlich zur Flucht. Für beide ist dies die Chance, einer Welt zu entfliehen, die sie gefangen hält. Und die Chance auf einen Neuanfang
Beitrag vom 27.07.2010 - 23:59
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riff raff ist offline riff raff  
Der Blaumilchkanal
1324 Beiträge - Besessen


riff raff`s alternatives Ego
"Der Blaumilchkanal"
-Ephraim Kishon

# Verlag: Dtv (2004)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3423202033
# ISBN-13: 978-3423202039

Kurzbeschreibung
Der Meister der Prosasatire stellt hier sein Talent auch für satirische Sketche unter Beweis. Da gelingt dem ehemaligen Straßenarbeiter Blaumilch die Flucht aus der Irrenanstalt. Man sucht ihn und wundert sich keineswegs, daß plötzlich auf der wichtigsten Kreuzung mitten in Tel Aviv über Nacht eine Baustelle entstanden ist nicht einmal bei den zuständigen Behörden wird man hellhörig. Ein anderes Beispiel: Ein Installateur kommt infolge eines unerklärlichen Irrtums nicht nur verabredungsgemäß, nein, er hat in offenbarer Sinnesverwirrung sogar den schadhaften Wasserhahn repariert. Jetzt, da er seinen vereinbarten Lohn empfangen soll, nimmt das Spiel seinen Lauf.


Beschreibung
Die Bürokratie-Satire handelt von Kasimir Blaumilch, einem aus der Irrenanstalt entflohenen Geisteskranken, der prompt beginnt, die wichtigste Hauptverkehrsstraße Allenby-Road in Tel Aviv mit einem Presslufthammer aufzureißen. Als die Polizei notgedrungen beginnt, die Straße zu sperren und die Anwohner sich zunehmend über den praktisch ununterbrochenen Lärm beschweren, beginnen die Behörden eine umfangreiche, jedoch ergebnislose Ursachensuche. Der für diesen Fall zuständige Leiter der "Abteilung für Reparaturen auf den Hauptverkehrsstraßen", ein Dr. Kwibischewsky, weiß von nichts, und so schieben die Beteiligten der Stadtverwaltung und des Bautenministeriums sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu, bis die Angelegenheit endlich vor einem Untersuchungsgericht landet. Um diese Peinlichkeit zu beenden und die Arbeiten zu beschleunigen wird der gesamte Bautrupp der Stadt zu dieser Baustelle hinbeordert. Der Zufall will es, dass Blaumilch mit seinem Presslufthammer unmittelbar während des Prozesses das Meer erreicht, sodass die Wassermassen mitten in die Stadt Tel Aviv einströmen.

Schlussendlich eröffnet der Bürgermeister stolzgeschwellt den neuen Innenstadtkanal und preist die Stadt als "Venedig des Nahen Ostens", sodass sich zum Schluss alle Handlungsstränge im Positiven auflösen. Einzige Ausnahme ist der Magistratsangestellte Benzion Ziegler, der allein den absurden Hintergrund der Bauarbeiten durchschaut hat. Da man ihm angesichts der allgegenwärtigen Kanal-Euphorie keinen Glauben schenken will, wird er ironischerweise in die Psychiatrie eingeliefert. Kasimir Blaumilch, der an Zieglers Stelle dorthin gehörte, verschwindet unbehelligt und kommt am Schluss nicht mehr vor.

Alltägliche Amtsabsurditäten werden immer weiter ins Verrückte gesponnen, jedoch auf eine Weise, dass der Leser sich erst am Schluss darüber im Klaren ist, wie bizarr die Situation doch ist, die kühl geschildert wird.

Top Top Top
Beitrag vom 10.08.2010 - 09:35
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rebel65 ist offline rebel65  
817 Beiträge - Haudegen


rebel65`s alternatives Ego
Hans J. Massaquoi Neger Neger Schornsteinfeger

1926 in Hamburg: Massaquoi wächst als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters - dem Sohn des liberianischen Generalkonsuls - auf. Die Bediensteten sind weiß und das Leben ist in Ordnung - doch dann verlässt die liberianische Familie das Land, Massaquoi und seine Mutter ziehen in ein Arbeiterviertel. Und dann kommen die Nazis an die Macht.

Hans Jürgen Massaquoi wurde 1926 in Hamburg als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters geboren. Der Großvater, ehemaliger König der Vai, war liberianischer Generalkonsul in Hamburg, die Dienstboten waren Weiße. Als die liberianische Familie das Land verließ, blieb der Junge mit seiner deutschen Mutter zurück. 1948 verließ Hans J. Massaquoi Deutschland. Er reiste nach Liberia, 1950 zog es ihn in die USA. Nach dem Studium der Publizistik und Kommunikations-wissenschaft Mitarbeit bei Ebony, der größten afroamerikanischen Zeitschrift, deren Chefredakteur er wurde. Er lebt heute mit seiner Frau in Florida, USA.
Beitrag vom 10.08.2010 - 12:44
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riff raff ist offline riff raff  
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riff raff`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von rebel65

Hans J. Massaquoi Neger Neger Schornsteinfeger

1926 in Hamburg: Massaquoi wächst als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters - dem Sohn des liberianischen Generalkonsuls - auf. Die Bediensteten sind weiß und das Leben ist in Ordnung - doch dann verlässt die liberianische Familie das Land, Massaquoi und seine Mutter ziehen in ein Arbeiterviertel. Und dann kommen die Nazis an die Macht.

Hans Jürgen Massaquoi wurde 1926 in Hamburg als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters geboren. Der Großvater, ehemaliger König der Vai, war liberianischer Generalkonsul in Hamburg, die Dienstboten waren Weiße. Als die liberianische Familie das Land verließ, blieb der Junge mit seiner deutschen Mutter zurück. 1948 verließ Hans J. Massaquoi Deutschland. Er reiste nach Liberia, 1950 zog es ihn in die USA. Nach dem Studium der Publizistik und Kommunikations-wissenschaft Mitarbeit bei Ebony, der größten afroamerikanischen Zeitschrift, deren Chefredakteur er wurde. Er lebt heute mit seiner Frau in Florida, USA.


Kurze Ergänzung:
Die Story wurde 2006 als zweiteiler für das ZDF verfilmt, hier die Info dazu:
>>klick<<
Beitrag vom 10.08.2010 - 12:50
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